Rabenkinds Nest- Alltägliches und Absonderliches

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Gute Vorsätze und so...

Japp, wieder ein Kalenderjährchen vorbei... Mir persönlich gibt Silvester ja seit ein paar Jahren herzlich gar nichts mehr. Zum Einen hab ich tierischen Schiß vor diesen ganzen Deppen, die unkontrolliert herumböllern (als ich noch aktiv Silvester feiern ging, war ich generell die erste, die so ein Ding abbekommen hat, Haare abgeflämmt, Klamotten verbrannt...), zum Anderen... ich weiß nicht, ich finde es irgendwie ein ziemlich "künstliches" Fest. Es paßt irgendwie nicht in "meinen" Jahreskreis. Gute Vorsätze... püh... mal ehrlich, wenn ich bisher nicht zu joggen angefangen habe, werd ich's garantiert nicht mitten im Winter tun. Um den inneren Schweinehund zu überwinden, brauche ich Antrieb, kein bestimmtes Datum. Ich bewundere meinen Kleinen, der bisher noch jedes Feuerwerk verpennt hat, egal, ob Silvester, Kölner Lichter oder Kirmesabschluß- und zu wirklich jedem dieser Anlässe wird knappe hundert Meter vom Haus entfernt am Rheinufer geknallt.

1.1.07 22:25, kommentieren

Beim Elchtest durchgefallen

Meine Bücherregale biegen sich durch, etwa vier Kisten Bücher sind noch eingemottet, es muß was geschehen- also auf zum blaugelben Möbelhaus. Gut, wenn frau weiß, was sie will, dann gehts auch schnell. Den Schnickschnack, den keine braucht, der aber doch immer wieder zum Gucken und Mitnehmen verführt, links liegenlassen, SB-Regale erreicht, Möbelpakete auf den Wagen gewuchtet, ab zur Kasse. Kassen wie üblich voll, aber es ging ja fix... bis...ja, bis die Reihe an einen Herrn etwa vier Kunden vor mir kam, der darauf beharrte, den gesamten Schrank, der auf seiner Karre thronte und aus etwa zweihundert Paketen bestand, für sagenhafte zehn Euro haben zu wollen. Daß die arme Dame an der Kasse im ungefähr zehnmal erklärte, er habe sich vertan, zehn Euro sei der Preis für ein bestimmtes Element und der Gesamtpreis wesentlich höher, interessierte ihn nicht. Als der Geschäftsführer erschien, war in den Gesichtern der Kunden hinter Herrn "Diese-Schrank-kostet-zehn-Euro-und-wenn-ich-dabei-draufgeh" die schiere Mordlust zu lesen... Leider weiß ich nicht, ob sie den Kerl schließlich aus dem Laden geprügelt haben oder ob er freiwillig ging, weil ich damit beschäftigt war, meinen mittlerweile reichlich müden und dementsprechend lauten Sohn zu bespaßen, während ein ähnlich angenervtes Zwerglein gleich hinter mir die zweite Stimme brüllte... Fazit: Dreiviertelstunde einkaufen, Dreiviertelstunde Kassestehen, was in fünfzehn Minuten hätte über die Bühne gehen können. Gaaaaah!

1 Kommentar 2.1.07 22:43, kommentieren

Ein ruhiger Fluß

Mit dem Tagebuchschreiben, in diesem Falle also Bloggen, ist es schon merkwürdig bei mir. An und für sich hatte ich mir beim Einrichten ja vorgenommen, ziemlich regelmäßig zu schreiben, mich auch von anderen Blogs inspirieren zu lassen.

Ich lese total gerne andere Blogs und finde die Kreativität, Gedankenspinnerei und Lebensweisheit, die aus manchen so rüberkommt, unheimlich schön. Tja, und dann erwischen mich manchmal solche Phasen, in denen ich monatelang nicht persönliches aufschreiben mag, was auch schon früher, noch beim "klassischen" Tagebuch oft der Fall war. Ich glaube, am meisten habe ich geschrieben, wenn ich frisch verliebt war und/oder es mir gerade ziemlich mies ging. Ist wohl häufig so...

Zugegeben, zur Zeit führe ich auch ein eher ruhiges, beschauliches Leben, was sich ganz klar sehr an meinem Kind orientiert, das viel Struktur braucht, um nicht unausstehlich zu werden- wobei ich sagen muß, mir fehlt da auch nicht viel. Klar, es war schon schön, die Wochenenden auch mal durchfeiern zu können, spontan auf LARPs zu fahren, entfernter wohnende Freunde zu besuchen ohne daß es in ein logistisches Großprojekt ausartete... Tun und lassen zu können, alles mitzunehmen, worauf frau gerade Lust und Laune hat.

Aber das alles habe ich getan und gehabt und wenn ich mit meinen fast 30 Jahren noch nichts erlebt und mich nicht genug ausgetobt hätte um für eine Weile darauf zu verzichten, täte ich mir schon leid. Irgendwann wird so ein Zwerg ja auch selbständig und bis dahin ist das Aufwachsensehen genau so spannend wie irgendein Hobby.

Und bis dahin nutze ich die mir bleibende Zeit für mich, betreibe Kopf-, Herz- und Seelenpflege (Körperpflege natürlich auch *g*) und finde heraus, was ich in Zukunft will und vor allem, was ich NICHT (mehr) will.

(Und wenn ich Technikdööfchen in naher Zukunft auch mal raffe, wie genau das hier alles funktioniert und meine Bilder etc. auch mal wirklich angezeit werden, wird das doch noch ein schönes Blog, jawollja...)

 

6.1.07 23:33, kommentieren